4. November 2026: Exil in Moskau, Erinnerung an Sachsenhausen.

9. Oktober 2026

4. November 2026, 19 Uhr, Remise, Magdalenenstr. 19
Exil in Moskau, Erinnerung an Sachsenhausen.
Die zwei Leben der Kommunistin Martha Naujoks

Die Geschichte des antifaschistischen Widerstands und der kommunistischen Bewegung ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Im Schatten der steinernen Helden gibt es viel zu entdecken. Martha Naujoks (1903-1998) hatte sich schon mit 20 Jahren an zwei bewaffneten Aufständen beteiligt, bevor sie an vielen Orten der Arbeiter*innenbewegung der 1920er Jahre aktiv wurde. Ab 1933 nahm sie in Hamburg eine wichtige Rolle im Widerstand der KPD gegen das NS-Regime ein, bevor sie nach ihrer Flucht in die Sowjetunion 1935 in Moskau gegen Parteiausschluss und stalinistische Repression kämpfen musste.

1945 traf sie ihren Ehemann und Genossen Harry wieder, der zwölf Jahre in Gefängnissen und den KZ Sachsenhausen und Flossenbürg inhaftiert gewesen war. Nachdem die beiden 1950 ihre aktive Parteiarbeit beendeten, widmete sie vier Jahrzehnte der Mitarbeit an seinem mit anderen Häftlingen verfassten Memoirenbericht über das KZ Sachsenhausen.

Dr. Henning Fischer ist Historiker und Autor der ersten Biografie überhaupt über Martha Naujoks. Nach dem Vortrag spricht er mit der Zeithistorikerin Trille Schünke-Bettinger unter anderem über die Rolle von Frauen im Widerstand.

Der Eintritt ist frei, um Spende wird gebeten.

Veranstalter: VVN-BdA Lichtenberg