5. Oktober 2026: Veranstaltung „Der Doppelmord in Erlangen“

10. September 2026

Im Jahr 1980 kam es in Deutschland unter anderem zu zwei rechtsterroristischen Anschlägen: dem Oktoberfest-Attentat und dem Doppelmord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke.
Der Autor Ulrich Chaussy, der sich seit mehreren Jahrzehnten mit den beiden Anschlägen beschäftigt und das Standardwerk zum Thema veröffentlicht hat, produzierte mit Daniel Harrich zum 40. Jahrestag des Oktoberfest-Attentats eine Dokumentation.

Sie zeigen den bislang nicht beachteten Zusammenhang zwischen dem Oktoberfestattentat und den Morden von Erlangen: Wenige Wochen nach dem Münchner Anschlag, bei dem Spuren auch zur extrem rechten Wehrsportgruppe Hoffmann in Ermreuth bei Erlangen führten, wurden der Verleger, Rabbiner und ehemalige Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, Shlomo Lewin, und dessen Lebensgefährtin Frida Poeschke ermordet.
Auch hier wurde die Verantwortung für die Tat – wie beim Attentat auf das Oktoberfest – einem toten „Einzeltäter“ angelastet. Der mutmaßliche Mordschütze soll Uwe Behrendt gewesen sein, der engste Gefolgsmann von Wehrsportgruppen-Chef Karl-Heinz Hoffmann.
In der Veranstaltung soll die Dokumentation mit exklusivem Material gezeigt werden. Im Anschluss werden wir mit Sebastian Wehrhahn sprechen. Er ist Co-Autor bei der aktuellen Ausgabe des Buches „Das Oktoberfest-Attentat und der Doppelmord von Erlangen“ von Ulrich Chaussy und Referent für Rechtsextremismus und Antifaschismus bei der Fraktion Die Linke im Bundestag.

Termin:
5. Oktober 2026
18.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Ort:
Kulturhaus Karlshorst
Treskowallee 112; 10318 Berlin (S-Bahn S3; Tram M17, 27 und 37; Bus 396 und 296)