Heute erinnern wir an Bernhard Lichtenberg, der vor 80 Jahren während der Deportation in das Konzentrationslager Dachau in der Nähe von Hof unter nicht geklärten Umständen gestorben ist und an den in der John-Sieg-Straße 6 in Lichtenberg mit einer Gedenktafel gedacht wird. Bernhard Lichtenberg war ein deutscher Priester und Berliner Dompropst, der während der faschistischen Diktatur öffentlich für die Verfolgten eintrat.
Heute erinnern wir an Robert Siewert, der vor 50 Jahren gestorben ist und nach dem eine Straße in Lichtenberg benannt wurde. Robert Siewert war ein deutscher Politiker und Widerstandskämpfer gegen den Faschismus.
? Von den #Ghettos in #Warschau und #Białystok bis hin zu den Todeslagern #Sobibór und #Treblinka: an all diesen Orten gab es 1943 Aufstände von Jüdinnen und Juden gegen die nazistische #Vernichtungspolitik. Lange Zeit war dieser #Widerstand vergessen oder unsichtbar gemacht. Wir widmen uns der Frage, welche Bedeutung das Jahr 1943 für den #jüdischen Widerstand hatte, wer die #Aufstände organisierte, unter was für Bedingungen sie stattfanden und welche Verbindungen unter einander bestanden.
➡️ Franziska Bruder ist Historikerin, aktiv im Vorstand der VVN-BdA Lichtenberg / Berlin und in der Lagergemeinschaft Ravensbrück Freundeskreis e.V. Seit vielen Jahren forscht sie zur nazistischen Vernichtungspolitik in #Polen, pflegt langjährige Kontakte zu Überlebenden und hat unter anderem 2019 zum jüdischen Widerstand publiziert: „Das eigene Schicksal selbst bestimmen. Fluchten aus den Deportationszügen in die Vernichtungslager der ‚Aktion Reinhardt‘ in Polen“.
? Den Zoom-Link gibt’s auf unserer Webseite: www.vvn-bda.de.
Foto: Eine Gruppe jüdischer Kämpfer*innen beim Warschauer Ghettoaufstand. Die Frau ganz rechts war Hasia Szylgold-Szpiro. Sie wurde 1900 in Warschau geboren, war verheiratet, hatte einen Sohn und war Bekleidungsverkäuferin, bevor sie im Ghetto von den Nazis ermordet wurde. Mehr Infos: https://collections.yadvashem.org/en/names/13997591
Heute erinnern wir an Elfriede Tygör, die vor 120 Jahren geboren worden ist und nach der eine Straße in Lichtenberg benannt wurde. Sie war eine deutsche Widerstandskämpferin gegen den deutschen Faschismus in Verbindung mit der Uhrig-Römer-Gruppe.
Hella Zacharias lebte mit Mann und Tochter in Berlin, als sie als Juden von der Gestapo ausfindig gemacht und in den sicheren Tod deportiert werden sollten. Die Familie trennte sich, alle drei entzogen sich dem Abtransport und tauchten unter. Hella war zusammen mit ihrer 5jährigen Tochter Hannelore auf der Flucht, als die beiden auf den Eisenbahner Fritz Kittel trafen. Er versteckte beide und gab Hella später als Ehefrau und Hannelore als die eigene Tochter aus.
Mit Beiträgen u.A. von Erika Rathmann, Vera Dehle-Thälmann und Trille Schünke
Der seit 1881 bestehende „Städtische Gemeindefriedhof für Berlin“ in Friedrichsfelde ist nicht nur bekannt für das Revolutionsdenkmal von 1919, sondern auch für die zahlreichen Gräberanlagen von Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.