Heute erinnern wir an Stefan Heym, der vor 110 Jahren geboren worden ist und nach dem ein Platz in Lichtenberg benannt wurde. Er war ein deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Schriftsteller der DDR. Er war als Antifaschist Teil des Kampfes gegen die deutschen Faschist:innen.
Mit zwei Veranstaltungen im April und Mai 2023 wollen wir an die Geschichte des „Arbeitserziehungslagers Wuhlheide“ erinnern und einen Einblick in den Komplex der Zwangsarbeit in der Zeit des Faschismus geben.
Donnerstag, 27. April 2023 | 18.00 Uhr Lichtenberger Lokalgeschichte: Das „Arbeitserziehungslager Wuhlheide“ Ab April 1940 existierte in Lichtenberg ein damals in Berlin neuartiges Disziplinierungsinstrument für Arbeitskräfte, die im Urteil der Nazis als „arbeitsscheu“ galten. In dem von der Gestapo eingerichteten „Arbeitserziehungslager Wuhlheide“ wurden nach Schätzungen 25.000 Menschen, darunter viele Zwangsarbeiter, gequält. 3.000 starben. Gemeinsam mit Thomas Irmer (Politologe und Historiker) und Prof. Dr. Christoph Kopke (Politologe und Historiker) wollen wir einen Blick auf Zwangsarbeit und das Lichtenberger Arbeitserziehungslager werfen. Eingeleitet wird die Veranstaltung mit dem Film „Wo Arbeit Strafe war. Das ‚Arbeitserziehungslager‘ Wuhlheide. Eine filmische Spurensuche“ aus dem Jahr 2007.
Auch in diesem Jahr wurde in Lichtenberg mit mehreren Aktionen den Toten der Märzkämpfe 1919 gedacht. Den Anfang machte am Sonntag, dem 12. März, ein Rundgang der NEA, der von der Magdalenenstraße zum Rathauspark zog. Dabei gab es mehrere Redebeiträge, die das Geschehene historisch einordneten und die Beteiligung von gewerkschaftlichen Organisationen und kämpfenden Frauen beleuchteten. Auch der Vorsitzende der VVN-BdA Weißensee/Hohenschönhausen, Michael Landmann, hielt einen Redebeitrag, der das Geschehen mit weiteren Aktivitäten über die Bezirksgrenze hinaus ins Verhältnis setzte. An dem Rundgang nahmen etwa 80 Menschen teil, darunter mehrere Mitglieder unseres Verbands.
Heute erinnern wir an Robert Uhrig, der vor 120 Jahren geboren worden ist und nach dem eine Straße in Lichtenberg benannt wurde. Robert Uhrig war ein deutscher Kommunist. Als Widerstandskämpfer gegen den Deutschen Faschismus wurde er 1944 hingerichtet.
Wir rufen zur Gedenkveranstaltung der VVN-BdA Friedrichshain/Kreuzberg am Donnerstag, 16. Februar, um 17:30 Uhr in der Mildred-Harnack-Straße (Friedrichshain, Nähe Bhf. Warschauer Straße).
Auch in den letzten Tagen wurden wieder die Flugblätter der Berliner VVN-BdA zur Wiederholungswahl an Lichtenberger Haushalte verteilt. Inzwischen wurden mehr als 4.000 Briefkästen bestückt.
Der 27. Januar ist der Internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust. An diesem Tag organisierte die VVN-BdA Lichtenberg in Kooperation mit dem Bezirksamt Lichtenberg ein Gedenken am Loeperplatz. Mehr als 70 Menschen hörten den Reden von Trille Schünke (Berliner VVA-BdA) und Gesine Lötzsch (MdB Die Linke) zu. Die Sängerin Gina Pietsch rezitierte ein Gedicht von Bertolt Brecht. Musikalisch wurde die Kundgebung mit Akkordeon begleitet. Anschließend wurden Kränze und Blumen niedergelegt.
Am 12. Februar 2023 findet die Berliner Wiederholungswahl statt. Die Berliner VVN-BdA hat aus diesem Anlass ihr Flugblatt „Keine Nazis & Rassisten in die Parlamente“ aktualisiert und in hoher Stückzahl gedruckt.
Am 22. Januar 2023 fand im Rahmen des Gedenkens an die „Rote Kapelle“ ein Besuch der Gedenkstätte Deutscher Widerstand statt. 26 Menschen folgten der Einladung der VVN-BdA Lichtenberg. In zwei Gruppen wurden wir durch die Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Rote Kapelle“ geführt. Im Anschluss gab es einen spannenden Austausch bei Kaffee und Tee.